Es gibt keine Fehler! Alles, was passiert, ist perfekt! – [SuV008]

Es gibt keine Fehler! Alles, was passiert, ist perfekt!

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There is a crack, a crack in everything, that´s how the light gets in, that’s how the light gets in.

[In jedem ist ein Riss! – und genau durch diesen Riss gelangt das Licht ins Innere…]

Leonard Cohen singt diese Zeilen in seinem Song: Anthem.

Was meint er damit?

Ich denke, er möchte uns das selbe sagen, wie unsere spirituellen Lehrer Katie, Eckhardt und Mooji: es gibt keine Fehler!

Wenn nicht in jedem und allem ein “Riss” wäre / ein Fehler / eine UN- oder IMperfektion, würde das Licht nicht hereinkommen, das dem Ganzen seinen Sinn gibt.

Ich muss gestehen, dass ich Leonard Cohen bis vor einigen Jahren nicht wirklich wahrgenommen hatte. Ich kannte zwar einige Songs von ihm, doch war mein Herz noch nicht offen für Weisheiten dieser Art. Auch die unverkennbare Stimme, die heute tief in mein Inneres dringt, war bisher nur bis zu meinem Trommelfell gekommen.

Plötzlich konnte ich sie hören: die Gefühle und Emotionen, mit denen er seine Songs füllt und ich lernte dem Text mit offenem Herzen zu lauschen…

Sehnsucht, Schmerz, Tiefe und unermessliche Liebe verschmelzen zu einem Ganzen, das mich mit in die Weite zieht…

Meine Gedanken gehen zurück in die Vergangenheit und ich frage mich, warum ich einige Jahre lang neben Richard Wagner liebend gerne Helene Fischer hörte?

Wie kann man überhaupt sowohl riesengroßer Richard Wagner Fan sein, Helene Fischer lieben und dann plötzlich Leonard Cohen hören?

Richard Wagner hat mich als ich um die dreißig Jahre alt war, in den tiefsten Tiefen meines Herzens erreicht. Die Tannhäuser Ouvertüre ist für mich eines die schönsten und ergreifendsten Musikstücke, die ich je gehört habe. Auch heute zähle ich sie zu meinen absoluten Favoriten.

Helene Fischer, die wie ABBA, die ich als Jugendliche bis in die 30 hinein von ganzem Herzen verehrte, nimmt mich mit in eine Happy-Welt. In eine Welt, die ich schon mit 10 Jahren dringend brauchte, um zu „überleben“. Ich meine nicht „körperlich überleben“, denn um mein Leben musste ich nie bangen. Nein, ich meine mein „emotionales Überleben“.

Schon mit 10 Jahren war ich umgeben von Trauer, Ängsten, Schweigen und einer pessimistischen Grundstimmung, die fast alles durchdrungen hat. Kind zweier Kriegstraumatisierter zu sein, ist nicht einfach. Noch dazu war mein Vater damals schon schwer krank (Parkinson) und sowohl meine Mutter wie auch er dachten, dass Verheimlichen dieser Krankheit das Beste für mich und meinen Bruder seien.

So trug ich die Last meiner Familie viele Jahre unwissend auf meinen Schultern, und die Musik, die ich täglich hörte, half mir diese Zeit irgendwie zu überstehen. Ich beamte mich täglich nach der Schule in meine Operetten-Zauberwelt hinein, sang die Gräfin Mariza und die Lustige Witwe rauf und runter und kannte alle Abba-songs auswendig, während mein armer Bruder unter meinen ziemlich scharfen und unschönen hohen Tönen litt.

Helene Fischer, so sagte mir kürzlich jemand, hat den „ABBA-sound“ wieder auferstehen lassen. Kein Wunder also, dass ich ihr von ihrem ersten Hit an „verfallen war“. Sie beamte mich wieder in meine Happy-Welt, in der ich als Jugendliche fast vollständig aufgegangen war.

Ich entfloh dem Alltag, dem Stress, den belastenden Gefühlen, dissoziierte regelmäßig.

Dissoziation = unseren Körper verlassen, „weggeschaltet“ oder „abgeschaltet“ sein.

„Träumerchen“ und „verhaltensauffällige Jugendliche“ wurde es damals und „ADS-Kind“ wird es heute genannt, was ich zwischen 12 und 18 war. Ich hatte allerdings mit diesem „Dissoziieren“ einen Weg gefunden, mit der Situation zu Hause, die von Streit wegen den „Uneinsichtigkeiten“ meines kranken Vaters, den „Fehlern“ der bösen Evi (ich) und der Gewalt, die mir gegenüber als normale und notwendige Erziehungsmaßnahme galt, zu überleben.

Heute kann ich gut darüber sprechen und nicht nur Worte, sondern auch Gefühle zeigen, wenn ich mit diesem Teil von mir in Kontakt komme. Ich bin von ganzem Herzen dankbar, dass ich durch The Work von Byron Katie, Aufstellungsarbeit und Traumatherapie auch dieses „schwierige“, aggressive, tief verletzte innere Kind integriert habe und zu einer starken Frau geworden bin, die nicht nur die schönen Gefühle fühlt, sondern auch die tiefen, schwarzen und vernichtenden einlassen kann.

Nur so kann ich heute Menschen, die zu mir in die Praxis kommen oder mich online um Unterstützung bitten, offen begegnen, wenn sie von Schwierigkeiten mit ihrem Umfeld oder ihrem Leben berichten. Meine Kindheit und Jugend war also genau die richtige, um mich zu der Therapeutin und zu dem Coach werden zu lassen, der ich heute bin! → kein Fehler … 🙂

Helene Fischers Musik belebt mich heute noch ab und an, bringt meine Seele zum singen und Richard Wagner erreicht nach wie vor die Tiefen meines Herzens.

Leonard Cohen, um den Bogen zu schließen, erweckt mein spirituelles Selbst, das von Byron Katie, Eckhardt Tolle und Mooji gelernt hat, dass alles was IST, richtig ist.

Ja, nichts ist perfekt! – und mit dem gleichen Atemzug kann ich sagen: alles ist perfekt! Meine Kindheit, meine Jugend, die Erziehung meines Vaters, die Ängste meiner Mutter, die Gewalt in der Welt, der Terror und Donald Trump als Präsident von Amerika!

All dies war und ist notwendig, um uns zu denen werden zu lassen, die wir sind!

Da ich weiß, wie erniedrigend es ist, geschlagen zu werden, habe ich niemals einen Menschen geschlagen und schreite mutig ein, wenn ich mitbekomme, dass ein Kind oder ein Tier in meiner Umgebung geschlagen wird.

Die Ängste meiner Mutter, ihre pessimistische Grundhaltung, ihre unglaubliche Schnelligkeit in ALLEM immer genau DAS herauszufiltern, was schiefgehen könnte, hat mich dazu gebracht, meine Selbstständigkeit behutsam auf- und auszubauen, niemals zu große Sprünge zu machen und keine unnötigen Risiken einzugehen. Dank ihr bin ich heute die „Money – Coach – Eva“, die viele meiner Klienten lieben.

Eines meiner spannendsten Erkenntnisse aus einer „Work“ war, dass mich ihre Ängste sogar dazu gebracht haben, 2009 aus meiner Komfortzone zu springen und zu riskieren, dass ich „insolvent“ werde. Denn auch das durfte ich während ihre Erziehung erfahren: Loser und Menschen, die Dummheiten machen, werden insolvent, „anständige Leute, die was gelernt haben“ nicht – und da ich mich damals sowohl dumm, unanständig und als auch als Loser fühlte, war der Weg frei, mich selbstständig zu machen und alles auf eine Karte zu setzen. Ich wusste, dass ich nur eine Chance habe, zu testen, ob sie Recht hat: JETZT zu springen! 🙂

KRASS, einfach nur KRASS, wenn man die Welt so sehen kann! … denn dann ist alles verständlich, alles erklärbar, alles immer einfach nur: perfekt!

Es gibt keine Schuldgefühle, keine Scham und kein Hadern mit der Vergangenheit – sondern DANKBARKEIT! ♥

 „Ring the bells, that still can ring, forget your perfect offering“, singt Leonard Cohen weiter und ich interpretiere:

Mach dein Ding, lebe dein Leben, tu es, warte nicht, bis du es perfekt kannst oder bis du eine fehlerfreie Präsentation hinbekommst! Nein, mach es so, wie du es jetzt kannst!

Denn nur durch einen Riss kann das Licht hereinkommen, nur durch einen Spalt kann Licht eindringen, um das Innere zu erhellen, um uns zur Selbsterkenntnis und Selbsterleuchtung führen.

Nur durch „Fehler“, die passieren, können wir MENSCH sein.

Perfekte Menschen vermeiden das Leben!
Unperfekte leben es.

Denke gerne über all das nach und gib mir Feedback, wenn du magst, ob du „Anthem“ auch so interpretierst ……… ♥

Hier ist mein Podcast zu diesem Thema: Es gibt keine Fehler! Alles ist perfekt, wie es ist.

Für die Musik danke ich: Nicolai Heidlas

Deine Eva ♥

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