NEIN–sagen ist OK! Lerne NEIN zu sagen, mit The Work von Byron Katie!

Sobald jemand zu mir sagt: „Eva, ich kann nicht NEIN sagen!“ – lade ich diese Person ein, The Work von Byron Katie mit mir zu machen.

Dieser Artikel, mit dem ich gemeinsam mit dir in die Tiefen deines Herzens hinabsteige, wird dir zeigen, wie du dieses Thema ein für alle Mal erlösen kannst.

Denn NEIN zu sagen, ist nicht nur dein Recht! Es ist deine Pflicht!

Geschätzte 90 % aller Menschen können schlecht NEIN-sagen und so gut wie niemand ist völlig frei von diesem Thema. Du bist also nicht allein, wenn du diesen Artikel liest, um das Wort NEIN in deinen alltäglichen Wortschatz aufzunehmen.

Ich möchte dich mitnehmen auf eine Reise, die durch dein gesamtes Leben geht, damit du verstehst, woher diese menschlichen Probleme mit diesem einfachen Wort kommen können.

Danach werde ich dich dazu einladen, deine persönlichen Herausforderungen zu lösen, indem du ganz gezielt auf deine Thematik eingehst.

Lass uns starten!

 

Wann lernen Kinder NEIN sagen und wie kann dies gut gelingen?

Das erste, das du von dieser Welt „erblickt“ hast, war das Innere des Bauches deiner Mutter. Es war warm und es gluckerte, du hast Töne gehört und fühltest dich hoffentlich sehr geborgen.

  • Doch bist du gefragt worden, ob du hierher auf die Erde kommen möchtest?
  • Bist du nach 9 Monaten gefragt worden, ob du diesen Ort wieder verlassen möchtest, um in einem eigenen Körper, getrennt von deiner Mutter, auf diesem Planeten zu leben?
  • Hattest du das Gefühl, dass mit dir abgestimmt wurde, wann du essen, schlafen und spazieren gehen möchtest, als du ein Baby warst?

Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die auf alle drei Fragen mit einem NEIN antworten, vielleicht betrifft dein NEIN nur die ersten beiden Fragen.

Als Neugeborenes und als Baby warst du 100 % abhängig von den Menschen, die sich um dich gekümmert haben. Je nachdem, wie sehr oder wie wenig sie auf dich eingegangen sind, hast du gelernt, dass du eigene Bedürfnisse hast, die sich von den Bedürfnissen deines Umfeldes unterscheiden können. Du hast gelernt, dass es Grenzen gibt, oder hast das Gegenteil erfahren, nämlich, dass du anscheinend diesen Menschen „gehörst“ und keine Grenzen oder gar eigene Bedürfnisse hast.

Viele Kinder erleben sich als Teil der Mutter, weil die Mutter alles für das Kind entscheidet. Das Kind wird weder gefragt, ob oder wann es essen oder schlafen möchte, und in vielen Haushalten ist es normal, dass das Kind die Klamotten anzieht, die seine Mutter ihm hinlegt.

Das Kind lebt anscheinend kein eigenes Leben, sondern ist ein Teil des Lebens der Eltern. Sie bestimmen, was gut und was schlecht ist, was gesund und was ungesund ist, was richtig und was falsch ist. Das Kind hat wenig Chance, selbst rauszufinden, was es selbst will oder für richtig hält.

Viele Kinder haben auch in unserer offenen Zeit, wenig Gelegenheit, herauszufinden, wer sie wirklich SIND! Und das gehört zum NEIN sagen dazu: zu wissen, wer man ist.

Und zum JA sagen übrigens auch…

Kinder hören von den Eltern und von anderen Menschen im Umfeld, wie sie heißen („du bist Eva“), was ihre Eigenschaften sind („du bist klug; du bist faul; du bist musikalisch; …), was sie gut können und was weniger gut („du kannst richtig gut lesen; Mathe ist nichts für dich …), wie sie sein sollen („sei nett und freundlich, dann haben dich alle lieb …“)und was besonders wichtig oder unwichtig für sie ist („ein sicherer Job ist das wichtigste für eine jede Frau, das hier kannst du als Hobby weitermachen …“).

Wenn ein Kind sich niemals als eigenständiges Wesen erleben darf und keine Möglichkeit bekommt, nachzuspüren, was es will und was nicht, dann ist NEIN ein Wort, das es im Leben dieses Kindes nicht gibt! Kindern muss daher so früh wie möglich die Gelegenheit gegeben werden, Dinge auf ihre eigenen Art zu tun, um sich selbst als eigenständiger Mensch zu entdecken.

Normalerweise lernen Kinder das NEIN-sagen spätestens in der sogenannten Trotzphase, die Kinder zwischen 1,5 und 4 Jahren durchleben. Bei einigen „dauert“ diese Phase bis zum 6. Lebensjahr, wie einige schlaue Leute zu glauben wissen. Anders ausgedrückt könnte man sagen: Sobald Kinder wissen, dass sie „ICH“ sind, möchten sie die Welt auf ihre eigene Art und Weise erleben. Einen „Trotz“ gibt es nur, wenn Eltern dem Kind diese Entdeckungsreise nicht ermöglichen wollen oder können.

Wie spannend wäre es, ein NEIN des Kindes einfach als das zu interpretieren, was es ist?
Ein NEIN: ein Wort, das Grenzen und Bedürfnisse des anderen deutlich macht!

Schuld,- und Schamthemen tauchen im Leben der Kinder auf, wenn Eltern ihre Kinder zurechtweisen, für das, was sie tun. Kinder wollen sich in diesem Alter selbst entdecken und finden eher den gegengeschlechtlichen Partner „toll“, im Fall einer Tochter also den Vater, was viele Mütter kränkt. Eifersüchteleien können auftauchen und Distanz zwischen Mutter und Tochter bringen. Diese beiden Gefühle verhindern auch oft später im Leben ein NEIN!
Aus Schamgründen wird mitgemacht, obwohl etwas nicht gut tut, um Schuldgefühle zu vermeiden, wird JA gesagt, obwohl ein NEIN gemeint ist.
Gilt ein NEIN, wenn das Kind etwas nicht essen möchte, lieber die Oma als die Tante X besuchen und nicht in den Kindergarten möchte oder wird all das über den Kopf des Kindes hinwegentschieden?

Die Pubertät ist die nächste Chance, die ein junges Lebewesen bekommen sollte, um NEIN sagen zu lernen, und um die eigenen GRENZEN zu erkennen.

NEIN sagen, zu überholten Konventionen.

NEIN sagen, zu einem Lebensplan der Eltern, der dem Kind auferlegt wird.

NEIN sagen, zu langweiligen Lehrplänen, die von Lehrern durchgezogen werden müssen.

NEIN sagen, zu einem System, in das das Kind nicht passt.

Doch immer wieder treffe ich in meiner Praxis auf Menschen, die all diese Phasen scheinbar verpasst haben und jede Möglichkeit, sich von den Eltern abzugrenzen, ausgelassen haben.

Eine Kindheit, ohne erlebte Trotzphase und ohne durchlebte Pubertät ist ein guter Indikator für psychische Störungen, wie ich immer wieder feststelle.

Ein recht extremes Beispiel aus meiner Praxis, teile ich hier mit dir, für ein tieferes Verständnis des „NEIN-SAG-Problems“:

Sandra ist ein kleines Mädchen, das der „Sonnenschein“ der Mutter ist. Sie hört nicht nur, dass sie „Sandra“ heißt, sondern sie erfährt auch ziemlich früh, dass sie dem Leben der Mutter endlich „einen Sinn gegeben“ hat.

Sandra wird überall hin mitgenommen, wird von vielen Menschen bewundert und es werden unzählige Fotos von Sandra gemacht. Sie bekommt farbige Schleifchen ins Haar gebunden und ständig neue Kleidchen angezogen. Sie ist ein besonders süßes Kind, sagt die Mutter, und deswegen muss sie sich die Schleife ins Haar binden lassen, auch wenn es weh tut.

Die Schuhe, die das kleine Mädchen tragen muss, wenn es mit der Mutter shoppen geht, sind unbequem, aber besonders schick. Sandra ist ein besonderes Kind, auch das wird ihr ständig erzählt. Schon mit drei Jahren soll sie Model werden, weil sie so hübsch ist.

Die Mutter plant das gesamte Leben von Sandra und sucht schließlich auch passende Freundinnen und später einmal den passenden Freund für Sandra aus. Die Mutter weiß einfach, was gut und richtig für Sandra ist! Davon ist Sandras Mama zumindest voll und ganz überzeugt …

Sandra ist 36 Jahre alt, als sie zu mir in die Praxis kommt. Sie sagt, dass ihre Mutter das niemals erfahren darf, und dass sie deswegen das Auto in der Straße weiter unten parkt, damit sie auf keinen Fall jemand bei mir in der Praxis sieht.

Sandra erzählt von ihren Ehe-Problemen, die viel damit zu tun haben, dass ihre Mutter sich ständig in ihre Beziehung einmischt.
Sandra möchte, dass ihre Kinder freier erzogen werden, als sie selbst das erlebt hat, doch ihre Mutter gibt ständig ungefragt Ratschläge und fordert gewissen Regeln und Richtlinien, die den Kindern vorgegeben werden sollen.

Sandras Mann ist vollkommen genervt von seiner Schwiegermutter und übt Druck auf Sandra aus. „Sag endlich NEIN zu deiner Mutter“, hatte er ihr am Wochenende mehrfach gesagt. Das war der Auslöser dafür, dass Sandra einen Termin bei mir buchte. Denn sie kann einfach nicht NEIN zu ihrer Mutter sagen.
Im Grunde kann sie zu niemandem NEIN sagen, und am allerwenigsten zu ihrer Mutter.

Der Weg, den Sandra bis hierher ging, war steinig und schwer. Sie rutschte mit 14 Jahren in eine Magersucht hinein und ihre Mutter ignorierte ihren Gewichtsverlust, so lange es irgendwie ging. Schlussendlich wurde Sandra in eine Klinik eingewiesen, weil ihre Mutter „es nicht mehr ertragen konnte“. Danach folgte eine Zeit, in der Sandra bulimisch war, also Unmengen an Essen in sich hineinstopfte, und es wieder erbrach. Die Mutter schien das nicht zu bemerken und trieb Sandra weiterhin an, gute Leistungen zu erbringen und etwas aus ihren Talenten zu machen, welche die Mutter in ihr zu erkennen glaubte!

Auch heute noch ist das Thema Essen für Sandra mit Problemen behaftet, was sie ihrer Mutter gegenüber allerdings verschweigt. Alles geschieht heimlich, ihr Mann ahnt vielleicht etwas, doch darüber sprechen, kann sie mit ihm nicht. Er scheint auch ziemlich gut zu wissen, was Sandra tun soll, und diese Tipps möchte Sandra einfach nicht mehr hören.

Warum sagt Sandra nicht einfach NEIN zu ihrer Mutter (und ihrem Mann)?

Weshalb grenzt Sandra sich nicht besser ab und lässt ihre Mutter nicht mehr so nahe an sie und ihre Familie heran?

Die Antwort liegt in der frühen Kindheit begraben und lautet:

Sandra kann sich nicht abgrenzen, WEIL SIE IHRE GRENZEN NIEMALS ERFAHREN DURFTE!

Sandra kann nicht NEIN zu ihrer Mutter sagen, weil das niemals in Frage gekommen ist!

Wenn Sandra nicht sofort gemacht hat, was die Mutter wollte, begann diese ein riesen Drama. Sie erzählte ihrer Tochter, wie sehr sie leiden würde, wenn Sandra ihrem Wunsch nicht Folge leistet und nicht selten ignorierte Sandras Mutter ihr Kind tagelang, bis Sandra ihre Meinung änderte und genau DAS, was die Mutter von ihr wollte, tat.

Sandra hatte also im Grunde keine Chance gegen ihre Mutter und das ist bis heute so geblieben.

In der Therapie müssen wir also der kleinen Sandra, dem Inneren Kind von Sandra, erlauben, NEIN zu sagen. Wir müssen uns mit Sandras Kindheit befassen und dorthin zurück gehen, woher ihre Probleme kommen, damit Sandra sich selbst kennenlernt und ihr Innere Kind heilen kann.

Das, was in der Kindheit nicht gelernt wurde, darf HEUTE – im Nachhinein – erlernt werden.

Die Trotzphase und die Pubertät kann im späteren Alter quasi nachgeholt werden (manche Leute machen dies dann in der sogenannten Mid-Life-Crisis …), wenn ein Mensch bereit dafür ist, eigene Bedürfnisse und eigene Wünsche endlich in das eigene Leben einzuladen. Das Wort NEIN ist lediglich dafür da, um den anderen die eigenen Grenzen zu zeigen und um dem anderen klar zu machen, was man selbst möchte und was nicht.

Es ist ein Wort, wie jedes andere: Nein! 🙂

Das darf Sandra lernen, und DU vielleicht auch …

 

Wie kannst du dein Inneres Kind heilen, das seine Grenzen gar nicht kennt?

Nun möchte ich dir zeigen, wie The Work von Byron Katie dabei unterstützt, einen neuen Weg einzuschlagen, in dem das Wörtchen NEIN ein häufig verwendetes Wort wird.

Als ich mit Sandra über ihre Kindheit gesprochen habe, erzählte ich ihr von dem Konzept des Inneres Kindes. Ich zeigte ihr mit Hilfe meiner Matrjoschka-Puppe (in dieser großen Puppe sind viele kleinere Puppen drin, bis hin zu einer Baby-Puppe), dass wir alle aus mehreren Anteilen bestehen. In jedem Menschen leben jüngere Erwachsene, Jugendliche, Kinder, Kleinkinder, Babys, Föten. Oder einfacher ausgedrückt: In allen von uns sind jüngere Anteile, welche die Gefühle von damals noch in sich tragen.

Hier findest du ein Video, in dem ich das Konzept des Inneren Kindes erkläre:

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Alles, was wir gefühlsmäßig in unserer Kindheit erlebt haben, ist auch heute noch in uns!

Der Körper speichert also, was wir gefühlsmäßig erleben. So sind Kindheitsgefühle (und Gedanken des Kindes) noch heute aktiv …

Sandra verstand dieses Konzept auf Anhieb gut, denn sie konnte schnell erkennen, dass das keine erwachsene Sandra ist, die vor ihrer Mutter steht, sondern ein kleines Kind.

Ihre Mutter brauchte nur zu sagen: „Wenn du das nicht machst, Sandra, bin ich sehr traurig“ und Sandra ändert sofort ihre Meinung und leistet dem Wunsch der Mutter Folge.

Sandra wollte das nicht mehr tun und fragte mich, wie sie ihr Inneres Kind stärken kann.

Ich schlug Sandra vor, dass sie zuerst die Erwachsene stärkt, damit diese die Inneren Kinder schützen kann.

Meine Arbeit beruht auf der Prämisse, dass es eine Erwachsene braucht, die sich um die Inneren Kinder kümmert, wenn wir ein authentisches und freies Leben führen wollen.

Sandras Erwachsene war nicht sonderlich gut ausgebildet, weil sie wenig Möglichkeiten dazu hatte, ein eigenes ICH herauszubilden, das stark ist.

Doch genau das durfte sich in unserer Zusammenarbeit ändern …

Ich erzähle dir nun, wie ich mit Sandra gearbeitet habe, damit du das auch für dich tun kannst:

Zu Beginn vieler therapeutischer Prozesse oder Coaching-Prozesse, bitte ich meine Klient*innen die Gedanken aufzuschreiben, die sie davon abhalten NEIN zu sagen. Ich leite sie dazu an, im Präsens, also in der Gegenwart, zu schreiben …

Sandra schreibt auf ein Papier:

Wenn ich NEIN zu meiner Mutter sage, ist sie enttäuscht.

Wenn ich NEIN zu meiner Mutter sage, ist sie traurig.

Wenn ich NEIN zu meiner Mutter sage, bin ich schuldig.

Wenn ich NEIN zu meiner Mutter sage, spricht sie tagelang nicht mit mir.

Wenn ich NEIN zu meiner Mutter sage, usw.

Im zweiten Schritt lade ich meine Klient*innen dazu ein, einen dieser Sätze mit The Work von Byron Katie zu überprüfen.

Sandra wählt den Gedanken, der ihr am meisten zu schaffen macht:

Wenn ich NEIN zu meiner Mutter sage, spricht sie tagelang nicht mit mir.

Ich führe sie in eine Situation hinein, in der sie genau diesen Gedanken glaubt.

Sandra sagt: Es ist Samstag, letzte Woche, nachmittags, als meine Mutter uns besuchen wollte, obwohl ich noch so viel zu tun hatte. Ich konnte ihr nicht sagen, dass es mir nicht passt.

„In dieser Situation, Sandra“, sage ich: „Ist das wahr, dass deine Mutter tagelang nicht mit dir spricht, wenn du NEIN zu ihr sagst?“

Sandra schließt die Augen und lauscht in sich hinein. Ich sage ihr, sie soll solange warten, bis ein klares JA oder ein klares NEIN aus ihrem Inneren heraus kommt.

Sandra sagt: JA!

Ich gehe weiter mit Frage Nr. 2 von The Work:

Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass dein Gedanke wahr ist?

Sandra sagt wieder JA, nachdem sie eine Zeit lang nach innen lauscht.

„Wie reagierst du, wenn du diesen Gedanken glaubst?“, frage ich (Frage Nr. 3).

Sandra geht tief in ihre Gefühle rein und genau DAS empfehle ich auch dir. Fühle, was alles in dir passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst, der dich davon abhält, NEIN zu XY zu sagen.

Wenn du hier mehr Inspirationen oder eine konkrete Anleitung brauchst, besuche gerne meinen YouTube-Kanal und wähle die Playlist „The Work“ aus. Dort findest du viele Videos, die ich für dich erstellt habe. Die Videos zeigen dir viele verschiedenen Ansätze, wie The Work von Byron Katie funktioniert und wie du mit dieser Selbsterfahrungsmethode beginnen kannst, um dein Problem zu lösen.

Hier kommst du zu meinem YouTube-Kanal, die Playlists sieht du auf dieser Seite: https://www.youtube.com/user/evaworks/

Nachdem diese Reise gemacht, und eventuell ein konkretes Inneres Kind gefunden wurde (z.B. durch die Unterfrage: wann hast du diesen Gedanken das erste Mal in deinem Leben geglaubt?) gehen wir zu Frage Nr. 4:

WER wärst du ohne diesen Gedanken?

Diese Frage öffnet die Tore für das erwachsene ICH, das beginnt, sich als eigenständiges Wesen zu sehen. Oft bemerken Menschen in dieser Frage auch die Verbundenheit zwischen den Personen, um die es geht (in diesem Fall: Sandra und ihre Mutter) und erkennen, dass es für die Verbundenheit zu dieser Person egal ist, ob miteinander gesprochen wird, oder nicht.

Genau das findet Sandra in dieser Sitzung und sie sagt: „Ich wäre jemand, der es in Ordnung findet, dass meine Mutter einige Tage nicht mit mir spricht. Ich weiß, dass sie wieder mit mir sprechen wird – und ehrlich gesagt, würde ich die Tage, an denen Funkstille ist, richtig genießen“.
Sandra duckt sich ein wenig, während sie das sagt, und lächelt verschmitzt. „Darf ich so etwas sagen“, fragt sie? Ich lache und lasse sie die Antwort selbst finden …

Danach kehren wir den Gedanken um und Sandra sucht ein Beispiel für die Umkehrung:

1. Wenn ich NEIN zu meiner Mutter sage, spricht sie wieder mit mir.

Sie findet das Beispiel, dass ihre Mutter immer (wieder) mit ihr gesprochen hat. „Sie sagte auch im schlimmsten aller Fälle immer Hallo und Tschüss“, erzählt Sandra, „und meistens fragte meine Mutter auch: Willst du etwas essen?“. Also ist es wahr, was hier steht.
Sandras Mutter spricht mit ihr, auch wenn es keine langen Gespräche oder besonders herzliche Worte sind… Aber: sie spricht! Und nur darum geht es hier bei dieser Umkehrung!

2. Wenn ich NEIN zu mir selbst sage, spricht meine Mutter nicht mit mir.

Sandra braucht Hilfe bei dieser Umkehrung, doch sie kann ein Beispiel finden.

„Meine Mutter war oft sauer“, sagt Sandra, „obwohl ich JA zu ihr sagte und NEIN zu mir selbst. Sie war trotzdem sauer und hat nicht mit mir gesprochen. Zum Beispiel, weil sie bemerkt hat, dass ich es nicht von Herzen tue oder so…“, sagte Sandra und seufzt tief.

3. Wenn ich JA zu meiner Mutter sage, spricht sie nicht mit mir.

Auch hier konnte sie ein ähnliches Beispiel wie bei 2. finden.

„Spannend“, sagte Sandra, „es ist wirklich spannend, so den Blickwinkel zu verändern“.

4. Wenn ich NEIN zu mir selbst sage, spreche ich nicht mit mir.

WOW! Sandra war durch diese Umkehrung bei sich selbst gelandet und bemerkte, wie wenig sie mit sich selbst kommuniziert. Es geht immer nur um das, was die Mutter will oder nicht will. Sandra hat sich selbst selten gefragt, was sie denn wirklich möchte. DAS darf jetzt anders werden, sagt Sandra, und strahlt mich an.

5. Wenn ich NEIN zu meiner Mutter sage, spreche ich nicht mit ihr.

Diese Umkehrung gebe ich Sandra der Vollständigkeit halber noch an die Hand. Sie nickt und sagt: „Ja, Eva, stimmt! Ich spreche nicht offen und herzlich mit meiner Mutter, wenn ich Dinge für sie tue, die ich nicht tun will. Ich verziehe den Mund, rolle mit den Augen und verschließe mich vor ihr. Ich tu nur so, als ob ich es gerne machen würde, ich hasse es, all die Dinge zu tun, die ich für sie tun soll!“

Es war ein überwältigender Erfolg für Sandra, ihre Wahrheit in nur einer Sitzung zu finden. Sandras Gesicht sah ganz anders aus, als am Beginn dieser Sitzung. Sandra war offener, authentischer und wirkte freier auf mich, als noch vor zwei Stunden.

Das ist das Wunder, das The Work von Byron Katie uns bringt, wenn wir offen für die Wahrheit sind, die in uns liegt!

Die erwachsene Person in Sandra, wurde durch diese Arbeit gestärkt und schon nach 3 „Works“ konnte sie ihrer Mutter klar sagen, ob sie möchte, dass sie kommt oder nicht. Sie konnte ihrer Mutter sagen, dass sie sich bitte mehr aus der Erziehung raushalten soll und dass sie nicht mehr möchte, dass ihre Mutter Äußerungen über ihre Ehe macht!

Diese drei Sitzungen haben Sandra näher zu sich selbst gebracht, und ihr ein NEIN gegenüber ihrer Mutter ermöglicht!
Sandra durfte nun endlich erwachsen werden und durch die Heilarbeit, die wir in die Frage 3 einfließen haben lassen, ihre Inneren Kinder nachnähren und heilen.

 

Das Innere Kind ins Herz holen, um wirklich frei zu sein!

Wenn wir unsere Gedanken mit The Work von Byron Katie überprüfen, erkennen wir immer mehr, wie sehr wir alle von unserem Umfeld geprägt worden sind.

Ich darf nicht NEIN zur Tante sagen, weil sie dann beleidigt ist. Kennst du diesen Gedanken auch aus deiner Kindheit?

Du darfst nicht NEIN sagen, wenn deine Lehrerin etwas von dir möchte. Hast du diese Vorgabe bekommen oder wurdest du aufgefordert, ehrlich zu sein mit allen Menschen, die dich umgeben?

NEIN ist unfreundlich, JA ist besser, weil es nett ist. Bist du so erzogen worden? Vor allem wir „Mädchen“ werden gerne in diese Richtung manipuliert, denn nette Mädchen sind einfach die besseren Mädchen, oder? 😉

Diese kleinen Mädchen / Jungs sind auch heute noch in DIR und meine Heilreise des Inneren Kindes holt diese Inneren Kindes aus diesen verkorksten Situationen heraus und lässt sie nach Hause, in dein Herz finden.

Vielleicht funktioniert The Work von Byron Katie für dich auch OHNE Innere Kind-Arbeit, dann kannst du den Artikel an dieser Stelle zur Seite legen und mit der Überprüfungen deiner eigenen Gedanken beginnen.

Vielleicht gehörst du aber – so wie ich auch – zu den Menschen, die zusätzlich „Innere-Kind-Arbeit“ brauchen, um wirklich FREI zu werden.

So viele von uns sind in der Kindheit massiv abgelehnt oder zurückgewiesen worden, wenn wir uns mal getraut haben, NEIN zu sagen.

EIN NEIN bedeutet für viele Eltern, dass sie ein „schlechtes oder böses Kind“ haben – oder dass sie selbst etwas falsch gemacht haben, in ihrer Erziehung. Auch Mütter und Väter durften wahrscheinlich nicht NEIN sagen und glauben deswegen, dass ein NEIN etwas Schlechtes oder Falsches ist! Ein NEIN darf also für viele Eltern nicht sein …

Ich möchte, dass DU verstehst, wie sich das Thema JA-sagen und NEIN-sagen in deinem Leben herausgebildet hat, um deinem Inneren Kind ab sofort damit helfen zu können!

NEIN zu sagen, ist einfach, nachdem du deinem Inneren Kind klar gemacht hast, dass das, was sein NEIN angeblich bedeutet, NICHT WAHR IST!

Wichtig ist: Ein (unehrliches) JA zu einer anderen Person, ist ein NEIN zu dir selbst!

Du willst nicht mehr NEIN zu dir selbst sagen und hast deswegen auf diesen Artikel geklickt, habe ich Recht?

Doch du traust dich noch nicht ganz, dein Verhalten dahingehend zu ändern, weil du Angst davor hast, (wieder) als unhöflich, gemein, unfähig, dumm, ignorant, beleidigend, verletzend, nicht liebenswert, böse und ähnliches zu gelten?

Dann darfst du jetzt erkennen, dass nur die BEDEUTUNG, die du der Geschichte rund um ein NEIN gibst, dein Problem ist. Sobald du diese Geschichten nicht mehr glaubst, kannst du frei heraus sagen, was du wirklich willst:

Sag JA, wenn du JA meinst, sag NEIN, wenn du NEIN meinst – dann bist du frei!

Lass uns also nun deine Inneren Kinder befreien und nach Hause holen, damit du dich endlich frei genug fühlst, ehrlich und offen zu sein und KLAR zu kommunizieren, mit wem auch immer & wann auch immer.

Das Wort „Authentizität“ kommt mir noch in den Sinn, während ich diese Worte hier schreibe …

Authentisch sein, bedeutet für mich:

KLAR zu sagen, was ich denke und das zu TUN, was ich sage.

Klarheit ist also die Belohnung, die du bekommst, wenn du dir endlich erlaubst, ehrlich JA und ehrlich NEIN zu sagen.

Lass uns dein Inneres Kind nach Hause holen, das noch immer im Schatten deines Herzens lebt, damit du dich wirklich wohlfühlst, mit dieser Veränderung:

Klicke gerne hier auf den Link zu einem Video, das ich für diesen Artikel aufgenommen habe. Es gibt am Ende dieses Videos eine tiefgehende Meditation für dein Inneres Kind: 

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Ich wünsche dir so sehr, dass du verstanden hast, dass ein NEIN genauso in Ordnung ist, wie ein JA!

Wichtig ist einzig und allein, was DU für richtig hältst und vor allem, wie es DIR geht, wenn du NEIN oder JA sagst.

Ein ehrliches JA ist etwas ganz, ganz Wunderbares!

JA, ich möchte mir dir zusammen sein!

JA, ich möchte das für dich tun!

JA, ich freue mich, dich zu sehen!

Doch wenn ein JA unehrlich ist, bringt es Verstrickung und Leid in dein Leben und meist auch in das Leben deines Gegenübers!

Lerne NEIN zu sagen, denn dann wirst du es auch schaffen, offen und ehrlich und aus ganzem Herzen JA zu sagen! 

Wenn du an dir und deinen Geschichten arbeiten möchtest, um frei von Kindheitsthemen zu werden, dann ist die DSS – Die Selbstliebe Schule – der richtige Platz dafür.

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Ich freue mich, dich längerfristig bei deiner persönlichen Entwicklung begleiten zu dürfen!

Herzlichst, deine Eva

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